2011.napoleon-portal.de

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern


Wintzingerode, Ferdinand Freiherr von

E-Mail Drucken PDF

Ferdinand Freiherr von Wintzingerode wurde am 15. Februar 1770 in Bodenstein in Württemberg geboren.

Er begann seine kriegerische Laufbahn in hessischen Diensten, ging dann in österreichische über, in denen er an den Feldzügen gegen Frankreich teilnahm.

1797 trat er als Major in russische Dienste und wurde Generaladjutant des russischen Kaisers Alexander I.

1805 ging er als Gesandter nach Berlin, um Preußen zur Allianz mit Österreich und England gegen Frankreich zu bewegen, sodann nach Wien, um den Traktat mit den verbündeten Mächten abzuschließen, und befand sich während des Kriegs in der Begleitung des Kaisers.

1809 kämpfte er mit der österreichischen Armee bei Aspern und wurde Generalleutnant.

1812 befehligte er ein leichtes Korps bei der Avantgarde und wurde 22. Oktober bei der Barriere von Twer in Moskau gefangen.

Napoleon wollte ihn als Untertan eines Rheinbundsfürsten erschießen lassen, aber am 20. November wurde Ferdinand Freiherr von Wintzingerode zwischen Minsk und Wilna durch den General Tschernyschew befreit, worauf er das Kommando des 2. Korps der russischen Hauptarmee erhielt.

1813 befehligte er bei Lützen den linken Flügel der Verbündeten. Nach dem Waffenstillstand stieß er mit seinem Korps zur Nordarmee und hatte Anteil an den Siegen von Großbeeren und Dennewitz.

Bei Leipzig erwarb er sich den Rang eines russischen Generals der Kavallerie. Auch im spätern Verlauf des Feldzugs blieb er der Nordarmee zugeteilt, ging mit dieser nach Holland, vereinigte sich später bei Laon mit Blücher, befehligte dann die Avantgarde, nahm Reims und stellte die Verbindung des Blücherschen Heers mit dem Schwarzenbergschen her.

Nach der Schlacht von Arcis sur Aube folgte er dem Heer Napoleons nach Osten, wodurch er denselben in der Meinung zu erhalten wußte, dass ihm die ganze Hauptarmee folge.

Am 26. März 1814 wendete sich aber der Kaiser gegen den Verfolger, und W. wurde bei St.-Dizier geschlagen. 1815, nach Napoleons Rückkehr von Elba,  befehligte Ferdinand Freiherr von Wintzingerode ein russisches Korps gegen Frankreich.

Er starb am 16. Juni 1818 in Wiesbaden.