Folgt man in südlicher Richtung der Strasse nach Charleroi, so trifft man wenige Kilometer von Waterloo entfernt auf zwei Höhenrücken. Zwischen diesen Erhebungen ereignete sich am 18. Juni 1815 die Schlacht, welche das endgültige Ende von Napoleon Bonaparte brachte und seiner Rückkehr aus dem Exil ein dramatisches Finale setzte. (Mehr Informationen zur Schlacht von Waterloo auf www.waterloo1815.de)
Nur die Briten benannten die Schlacht nach dem Dorf Waterloo, da Wellington dort sein Hauptquartier hatte, und der Name für Engländer umgänglicher war. Die Franzosen bezeichneten sie nach dem Pachthof Mont St.-Jean, dem Schlüssel der britischen Stellung, die Preußen nach dem Meierhof Belle-Alliance, wo das französische Zentrum stand und der Beobachtungsposten des Kaisers war.
Die Resultate der Schlacht waren ungeheuer. Das ganze Geschütz und die Feldequipage des Kaisers fielen in die Hände der Sieger. Der Verlust der Franzosen an Toten, Verwundeten und Gefangenen betrug mehr als die Hälfte der Armee, an Geschützen 182. Der Verlust der Verbündeten betrug 1.120 Offiziere und 20.877 Soldaten.
Napoleon schrieb dem willkürlichen Vordringen der Reservekavallerie und dem Nichteintreffen Grouchys die Schuld seines Unglücks zu, allein dieser erhielt den von Napoleon am 18. vormittags gegebenen Befehl erst abends nach 19:00 Uhr.
Napoleon musste auf der Flucht in Genappes seinen Wagen mit Hut, Degen u. a. in den Händen der Verfolger zurücklassen.






