Der Louvre in Paris ist das größte und aufgrund seiner Sammlung von ca. 400.000 Exponaten auch das bedeutendste Museum weltweit.
Über Jahrhunderte entstanden, geht seine Geschichte bis ins 12. Jahrhundert zurück. Ursprünglich war der Louvre die Konigsburg von Philipp-Auguste, der von 1180 bis 1223 König von Frankreich war. In den Jahrhunderten erfolgten diverse Erweiterungen und Umbauten. Als Residenz für die französischen Monarchen diente der Louvre bis 1682, fortan war
Versailles der Mittelpunkt des höfischen Lebens.
Napoleon I. nahm nach einer über hundert Jahre dauernden Pause die Bautätigkeit 1804 wieder auf und führte sie bis 1814/15 fort. Sporadische Erweiterungen folgten unter Napoleon III. (1852-1870), der so genannte Neue Louvre entstand und der bisherige Komplex wurde mit den Tuilerien verbunden. Staatspräsident Mitterand ließ in den 80er Jahren den Louvre generalüberholen.
Zum öffentlichen Museum wurde der Louvre 1793 nach der französischen Revolution und war damit das erste Museum seiner Art. Den Anfangsbestand bildeten die im Zuge der Revolution konfiszierten Kunstwerke, die dem Volk übereignet wurden.
Das berühmteste Kunstwerk, die Mona Lisa von Leonardo da Vinci, fand seinen Weg in den Louvre übrigens direkt aus Napoleons Schlafzimmer. Der Kaiser stiftete es dem Louvre und damit dem französischen Volk.
Die heutige Sammlung wird in sieben Abteilungen präsentiert und jährlich von über 5 Millionen Besuchern frequentiert. Der größte Teil der Sammlung ist in den Magazinen des Museums untergebracht, die Ausstellungsfläche von 60.000 qm würde bei weitem nicht ausreichen um alles zu zeigen. Aber es ist nicht nur die Masse, sondern vor allem die Klasse der ausgestellten Exponate. Hier werden die Höhepunkte von 2500 Jahren europäischer Kulturgeschichte ausgestellt, ausgehend von einer beeindruckenden Sammlung griechischer und römischer Antiken sind weitere Schwerpunkte die italienische Renaissancemalerei, die niederländische Malerei des 16. und 17. Jahrhunderts sowie die französische Malerei des 15. bis 19. Jahrhunderts.
Selbstredend finden sich im Louvre auch viele Exponate, die ein Bild der napoleonischen Epoche zeichnen, beispielsweise von Jacques-Louis David.
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