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Am 31. März 1732 wird Franz Joseph Haydn im österreichischen Rohrau in ärmliche Verhältnisse geboren. Sein musikalisches Talent wurde erfreulicherweise frühzeitig erkannt und sein Cousin, Chorleiter in Hainburg, nimmt den Jungen mit sechs Jahren bei sich auf. In Hainburg genoss Haydn eine musikalische Grundausbildung und sang im Chor, aber die Zeit war nicht die glücklichste, denn er erhielt dort viel Prügel.
1740 besucht der Direktor der Wiener St. Stephans Kathedrale Hainburg und entdeckte Haydn. Er bot an den Jungen zu erziehen und Haydns Eltern nahmen das Angebot dankend an. Für die nächsten 10 Jahre lebte er nun in Wien und sang als Sopran im Chor. Mit dem Stimmbruch wurde er unversehens vor die Tür gesetzt und stand nun weitgehend mittellos auf der Strasse.
Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich fortan mit Musikunterricht und Orgelspiel. Haydn erlernte nie Musiktheorie und brachte sich alles selber bei. Eine weitere Wendung in seinem Leben gab es, als er den italienischen Komponisten Popolla traf. Dieser bot an seine Werke zu korrigieren. Erst durch seine Hilfe entwickelte sich Haydn zum professionellen Komponisten.
1756 verliebte er sich unglücklich in Thérèse Keller, heiratet jedoch 1760 die ältere Schwester Anna Maria. Seine Ehefrau war zutiefst religiös und hatte keinen Sinn für Musik. Später am Hof boten sich ihm viele Chancen und so manche Affäre resultierte daraus…
Haydn gelang es als Musiklehrer in angesehene Familien zu kommen. Für sie komponierte er seine ersten Streichquartette. 1759 tritt er als musikalischer Direktor in die Dienste des Grafen Ferdinand von Morzin und schreibt seine erste Sinfonie für das Hausorchester. Seine Arbeit ist so erfolgreich, dass er wenig später in die Dienste des Fürsten Esterházy treten kann. 1766 wird er zum Kapellmeister ernannt und verbrachte fortan viel Zeit im Palast des Fürsten.
1782 lernt Haydn Mozart kennen und es entwickelt sich eine enge Freundschaft. „Keiner kann alles: schäkern und erschüttern, Lachen erregen und tiefe Rührung, und alles gleich gut als Haydn.“, sagte der 24 Jahre jüngere Mozart später einmal über seinen Freund.
Haydn war mittlerweile ein umworbener Komponist. Er erhielt eine Einladung an den Hof des Königs von Neapel und den Auftrag Sinfonien in England zu schreiben. Das englische Angebot war deutlich besser und so machte er sich auf den Weg auf die Insel. Er erreichte England am Neujahrstag 1791 und blieb dort für erfolgreiche und umjubelte 18 Monate.
1792 wurde er zur Krönung des neuen österreichischen Kaisers Franz II. gerufen. Die Feierlichkeiten fanden in Frankfurt statt und auf seiner Reise kam er auch durch Bonn und lernte den damals 22jährigen Ludwig van Beethoven kennen. Er lernt den jungen Bonner nach Wien ein und tatsächlich verlässt dieser seine Heimatstadt um in der damaligen Hauptstadt der Musik zu wirken.
1794 besuchte Haydn wieder England, kehrte 1795 nach Österreich zurück um das Orchester des Fürsten Esterházy weiter zu führen.
Seine letzte Jahre verbrachte Haydn im Wiener Vorort Gumpendorf. 1809 wurde die Stadt von Napoleons Truppen eingenommen. Aus Respekt vor dem Komponisten wird vor der Tür eine Ehrenwache postiert. Im gleichen Jahr, am 31. Mai, verstarb Franz Joseph Haydn und wurde am folgenden Tag beerdigt.
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