|
Pascal Páoli wurde 1726 im korsischen Morosaglia geboren. 1739 ging er mit seinem Vater nach Italien, kehrte jedoch 1753 auf die Insel zurück um den Aufstand gegen Genua zu unterstützen. 1755 wurde er von den Aufständischen zum Generalkapitän der Insel ernannt. Der korsische Freiheitskampf war so erfolgreich, dass die Genuesen froh waren, dass sie 1768 Korsika an die Franzosen verkaufen konnten. Páoli führte den Kampf weiter. Erst Graf von Vaux besiegte mit 22.000 Franzosen Páoli bei Ponte Nuovo und zwang ihn ein Asyl in England zu suchen. Als 1789 die flüchtigen Freiheitsfreunde auf Mirabeaus Antrag durch Beschluss der Nationalversammlung zurückgerufen wurden, eilte Páoli nach Paris und erhielt von Ludwig XVI. den Titel eines Generalleutnants und das Kommando von Bastia. 1790 wurde er von den Korsen an die Spitze der Nationalgarde gestellt und zum Präsidenten der Verwaltung erhoben. Nach Ludwigs XVI. Hinrichtung sagte er sich jedoch von der demokratischen Partei der Insel los. Deshalb beim Konvent als Verräter denunziert, nahm er den bewaffneten Freiheitskampf wieder, rief die Engländer zu Hilfe und vertrieb mit deren Hilfe die Franzosen von der Insel. Mit der Versammlung zu Corte am 10. Juni 1794 wurde dem König von Großbritannien Korsika übergeben und die alte Verfassung wieder hergestellt. Da Páoli aber von England nicht zum Vizekönig ernannt wurde, verließ er 1796 zum zweiten Mal die Insel, reiste nach London und trug dem Parlament seine Klagen vor, konnte aber nichts erreichen. Er starb 5. Februar 1807 in einem Dorf bei London.
|