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General Mikhail Milarionovich Golenischev-Kutosov, Feld Kommandant, Sohn des Generals Mikhail Kutosov, wurde am 16. September 1745 in St. Petersburg geboren. Er verstarb im Alter von 67 Jahren am 16. April 1813.
Kutusov's militärische Karriere begann auf der Artillerieschule in St. Petersburg. Er betrat in 1761 die russische Armee und kämpfte in der Folgezeit als Artillerieoffizier gegen die polnischen Konföderierten 1764-1765 und von 1770-1774 auf der Krim gegen die Türken, wo er ein Auge verlor. Danach nahm Kutusov eine Reihe administrativer Posten ein: Er war Botschafter in Konstantinopel, Verwalter von Finnland, Gouverneur von Litauen, Botschafter in Berlin und militärischer Gouverneur von St. Petersburg.
1805 wurde Kutusov vom Ruhestand zurückgerufen, er wurde Kommandant der russischen Kräfte der dritten Koalition gegen Napoleon. Er gewann am 11. November 1805 die hartumkämpfte Schlacht von Dürrenstein. Als anschließend die österreichische Armee aufgerieben wurde, begann Kutusov sich in Richtung Osten zurückzuziehen und kämpfte als Oberbefehlshaber des russischen Heeres die verhängnisvolle Schlacht von Austerlitz.
Von 1806 bis 1811 war Kutzov militärischer Gouverneur von Lithauen und Kiew.
Nachdem Napoleon 1812 in Russland eindrang und die russischen Truppen nach einer Niederlage vor Smolensk am 17. August 1812 die Stadt niedergebrannt hatten, ersetzte Kutusov auf Befehl des Zaren Alexander den bisherigen Kommandanten Barclay de Tolley. Zunächst stellte er sich am 7. September bei Borodino der Grande Armée von Napoleon Bonaparte. Die Schlacht von Borodino war bis dato die größte Schlacht in der menschlichen Geschichte, denn insgesamt standen sich mehr als eine Viertelmillion Soldaten gegenüber. Die besser ausgerüsteten Franzosen wurden vom unbeugsamen Widerstand der Russen überrascht, die selbst auf verlorenem Posten noch weiterkämpften. Wenngleich es den Franzosen gelang, die Russen peu á peu zurück zu drängen, um sie letztendlich zum Rückzug zu zwingen, war es dennoch ein Phyrrus-Sieg für die Franzosen. Die Verluste bei Borodino betrugen auf russischer Seite 44.000 Tote und Verwundete. Die Franzosen verloren 33.000 Mann, darunter allein 43 Generäle. Der Weg nach Moskau war zwar frei, aber der Preis war für die Franzosen extrem hoch. In Tolstois Roman "Krieg und Frieden" wird die Schlacht von Borodino übrigens äußerst realitätsnah beschrieben.
Im September 1812 erreichten die Franzosen das von seinen Bewohnern nahezu vollständig verlassene und teilweise in Brand gesteckte Moskau. Für die Soldaten der Grande Armée begann eine harte Zeit unter Hunger und Kälte. Zar Alexander war zu keinerlei Verhandlung mit Napoleon bereit. Napoleon blieb nichts anderes übrig, als Mitte Oktober seinen geschwächten Truppen den Rückzug zu befehligen, das Ende der Grande Armée war nah. Kutusov setzte den Franzosen durch unzählige Angriffe heftig zu, vor allem die gefürchteten Kosaken schwächten die vom Nachschub abgeschnittenen Franzosen erheblich. In der Schlacht von Beresina vom 26. bis 28. November 1812 wurde Napoleons Grande Armee endgültig zerschlagen. Nur 40.000 napoleonische Soldaten übertraten im Dezember 1812 lebendig die preußische Grenze, nachdem Napoléon selbst bereits vorher nach Paris geflohen war.
Kutusov wurde im Oktober 1811 in den Grafenstand und im Dezember 1812 in den Fürstenstand von Smolensk erhoben. Er starb im April 1813 als Fürst Golenistschew-Kutusow in Bunzlau und gilt bis heute in Russland als Held des Vaterländischen Krieges gegen Napoléon.
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