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Die Kavallerie der Franzosen war zu Beginn der Revolutionskriege fast völlig nutzlos. Mit Engländer, Preußen und Österreicher konnte es die französische Kavallerie nicht aufnehmen und wurde deshalb stets in Reserve gehalten. Als Napoleon die Geschicke Frankreichs übernahm sah er die Notwendigkeit die französische Kavallerie voran zu bringen. Vor allem die Lager am Ärmelkanal wurden genutzt um die Defizite auszugleichen. Die französischen Pferde wurden durch bessere deutsche und italienische Tiere ausgetauscht. Nach 1805 wurden sehr viele Reiter des Rheinbundes und aus Polen in die französische Armee aufgenommen. Den Küraß führte Napoleon für einen Teil der schweren Kavallerie wieder ein. Organisation und Ausrüstung wurden kaum verändert. Taktisch wurde die Kavallerie jedoch völlig anders eingesetzt. Wie bereits beschrieben wurde auf Ebene der Divisionen die Taktik des "Gefecht der verbundenen Waffen" angewandt. Jeder Division wurde ein Teil der leichten Kavallerie zugewiesen. Die schwere Kavallerie wurde während der Schlacht in Reserve gehalten um im entscheidenden Moment einen Schlag an beliebiger Stelle ausführen zu können. Trotzdem darf nicht verheimlicht werden, dass die französische Kavallerie ohne die verbundenen Waffen nicht wettbewerbsfähig war. Sie bewegte sich zu langsam und ihre Kampftaktik war rückständig. Die Alliierten behielten die erprobte Taktik aus den früheren Kriegen bei. Ihre Kavallerie wurde hauptsächlich im Reiten und Fechtkampf ausgebildet, geschossen wurde erst wenn die Wucht des schnellen Kavallerieangriffs stecken blieb. Schnelle Flankenangriffe, die Geschwindigkeit beim Sammeln und Neuformierung nach einem Angriff war vor allem bei den Preußen ausgezeichnet. Die größere Schande für einen Kavalleriekommandeur war es angegriffen zu werden und nicht selbst anzugreifen. Die französische Kavallerie unter Napoleon verließ sich zu oft auf ihre Schusswaffen. So empfingen sie gegnerische Kavallerieangriffe meist stehend und mit dem Gewehr im Anschlag, was oft bei einer deutlicher Übermacht trotzdem zu Niederlagen führte. Die Ulanen, oder Lanciers, waren eine im 16. Jahrhundert in Polen entstandene Reitertruppe die mit Lanzen, Säbeln und Pistolen bewaffnet war. Als der französische Kaiser 1806 in Warschau einzog, wurde er von einer berittenen polnischen Ehrengarde begleitet. Napoleon befahl daraufhin ein polnisches Chevau-legere-lanciers für seine Alte Garde aufzubauen.
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