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Preußen war die jüngste der europäischen Großmächte. Das preußische Königtum begann erst 1701 als Friedrich I. nach einer Einigung mit dem Kaiser in Königsberg zum König von Preußen gekrönt wurde. Sein Sohn Friedrich Wilhelm I. stabilisierte den neuen Staat und legte auch die Grundsteine für das später so erfolgreiche Militär. Fast der gesamte preußische Adel war in den oberen Militärrängen zu finden. Das Soldatentum wurde zu einem der Eckpfeiler des Preußischen Staates. König Friedrich II., auch genannt der Große, gelang es während des Siebenjährigen Krieges die Schlesischen Gebiete endgültig für Preußen zu sichern. Damit war das Land endgültig zu einer deutschen Großmacht aufgestiegen. 1772 konnten Ermland und Westpreußen erworben werden.Die neue Großmacht stand in starker Konkurrenz zu dem österreichischen Herrschaftsanspruch über Deutschland. Durch die Einverleibung von Neuostpreußen und Südpreußen kam es zum offenen Bruch zwischen dem Hause Hohenzollern und Habsburg. So stand Preußen zu Anfang des 19. Jahrhunderts der Gefahr Napoleon Bonaparte alleine gegenüber! Nach den eindeutigen Niederlagen von Jena und Auerstedt verlor Preussen einen Großteil seiner Besitzungen.Aus dieser Niederlage ging Preußen jedoch gestärkt hervor. Reformen (Bauernbefreiung, Städteordnung und Gewerbefreiheit), auch beeinflusst durch die französischen Revolution, verwandelten Preußen in einen modernen Staat. Das Heer war nicht länger eine Spielwiese des Adels, sondern öffnete sich für das Volk. Das Adelsprivileg auf die Offiziersstellen wurde abgeschafft und die Wehrpflicht eingeführt. Die Heeresreform durch Scharnhorst , Gneisenau und Boyen hatte großen Anteil an den Erfolgen der Befreiungskriege. |