Die Girondisten sind die gemäßigte Partei der Französischen Revolution. Ein Großteil der Anführer stammte aus dem südwestfranzösischen Département Gironde, daher leitete sich auch der Name ab. Sie versuchten die Revolution in demokratische Bahnen zu lenken und ihr Land gegen die ausländischen Kräfte zu verteidigen.
Hauptgegner der Girondisten waren die Montagnards (Bergpartei), welche später mehr oder weniger in den Jakobinern aufgingen. Politisch waren beide Lager gar nicht so weit voneinander entfernt, nur die Wahl der Mittel unterschied sie deutlich. Die Girondisten hatten einen theoretischen und intellektuellen Ansatz und waren in den Versammlungen des Nationalvkonvents kaum zu schlagen, sie verloren jedoch ihren Einfluss auf der Strasse an die „tatkräftigen“ Jakobiner. Mit Hilfe der Nationalgarde wurden die Girondisten schließlich aus dem von ihnen dominierten Nationalkonvent vertrieben.
Um ihre verlorene Macht in Paris wieder wett zu machen, versuchten die Girondisten die Provinzen auf ihre Seite zu ziehen und gegen Paris vorzugehen. Daraufhin griff der Konvent hart gegen die Girondisten durch.
In einem Schauprozess vor dem Revolutionstribunal wurden die führenden Girondisten verurteilt und später hingerichtet. Die meisten Girondisten wurden verfolgt und in den Jahren 1793794 während der Terrorherrschaft guillotiniert. Erst nach Robespierres Tod entspannte sich die Lage wieder und im März 1795 wurden die Girondisten wieder für den Nationalkonvent zugelassen.