Der Schlussartikel des ersten Pariser Friedens vom 30. Mai 1814 enthielt die Bestimmung, dass alle Mächte, welche an dem Kriege gegen Napoleon beteiligt gewesen, zur Ordnung der Verhältnisse Europas Abgesandte nach Wien schicken sollten.
Der Anfang des Kongresses wurde wegen der Reisen der Monarchen erst nach England, dann in ihre Heimat bis zum September 1814 verschoben. Anwesend waren die Monarchen von Russland, Preußen, Bayern und Württemberg; die Hauptabgeordneten der Staaten waren für Österreich Fürst Metternich, für Russland Graf Nesselrode, für England Lord Castlereagh, später Wellington, für Preußen Fürst Hardenberg, für Frankreich Fürst Talleyrand.
Auch die übrigen deutschen Höfe, die vormals souveränen Städte, die Schweiz, viele mediatisierte Häuser hatten ihre Abgesandten geschickt, so dass sich die Zahl der diplomatischen Personen auf 450 belief.
Glänzende Feste, dramatische und militärische Schauspiele und dergleichen trugen dazu bei, die große Zahl von Personen der höchsten Gesellschaft zu unterhalten, und drohten mehr und mehr, die eigentliche Aufgabe der Versammlung in den Hintergrund zu drängen.
Zwei Hauptaufgaben sollte der Wiener Kongress lösen
1) der Wiederaufbau eines europäischen Staatensystems mit Herstellung des politischen Gleichgewichts und
2) die Neuordnung der innern Verhältnisse Deutschlands.
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