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Fleurus

Am 26. Juni 1794 fand im belgischen Fleurus eine Schlacht zwischen Franzosen und Österreichern statt.

Nach der Schlacht von Tourcoing übernahm General Jean-Baptiste Jourdan die Ardennen-Armee und weitere vier Divisionen der Nordarmee. Am 18. Juni 1794 marschierte die neu geschaffene Sambre-Meuse-Armee auf Charleroi zu. Auf Befehl Carnots sollte die von Österreichern gehaltene Stadt erobert werden.

Die etwa 46.000 Österreicher, unter dem Kommando von Feldmarschall Prinz von Coburg, versuchten das belagerte Charleroi zu befreien. Sie wussten allerdings noch nicht, dass die Stadt am Vortag bereits in die Hände der Franzosen gefallen war. Während der französische Kommandant Jean-Baptiste de Jourdan nur etwa 10.000 Soldaten gegen Charleroi vorgingen ließ, nutzte der Großteil seiner Armee die Zeit um Verschanzungen gegen das feindliche Heer zu errichten.

Die Schlacht begann um 2 Uhr morgens. Der Tag begann erfolgreich für die Österreicher, gelang es ihnen doch Fleurus einzunehmen.

Selbst nachdem Jourdan Belagerungstruppen von Charleroi und die starke Reserve heranzog und auf ein Kontingent von mehr als 70.000 Soldaten verfügte, schien der österreichische Sieg noch möglich.

Der Prinz von Coburg aber, durch die während der Schlacht eingegangene Kunde von der Kapitulation von Charleroi in Bestürzung geraten, gab gegen Abend den Befehl zum Rückzug, so dass er den fast schon errungenen Sieg aus den Händen gab.

Die Franzosen hatten etwa 5.000 Verluste, während die Österreicher nur 200 zu verzeichnen hatten.

In Coburgs Hauptquartier begann nach der Schlacht die Diskussion über die weitere Vorgehensweise in den Niederlanden. Nach dem Fall der Festung Mons war jedoch klar, dass die österreichischen Niederlande verloren waren.

Damit war den Franzosen der Weg zum Rhein, der angestrebten natürlichen Grenze, frei und wenig später besetzten sie das linke Rheinufer. Im Januar 1795 eroberte Frankreich die Generalstaaten, wo sie als erste Tochterrepublik Frankreichs die Batavische Republik errichteten.

Auch innenpolitisch hatte der französische Sieg weit reichende Folgen. Das Terror-Regime Robbespieres berief sich ständig auf die äußere Gefahr und rechtfertigte damit seine Repressalien gegen die politischen Gegner. Mit dem erneuten Sieg einer Revolutionsarmee zählte dieses Argument nicht mehr. Die Franzosen fühlten sich sicher vor den europäischen Gegnern und es sollte nur einen Monat dauern, bis Robbespiere selbst Opfer der Guillotine wurde.

Jean-Baptiste Bernadotte, der spätre Marschall von Frankreich und König von Schweden, zeichnete sich in dieser Schlacht aus, infolgedessen wurde er zum Brigadegeneral befördert.

Erwähnenswert ist auch der Einsatz von Heißluftballons während des Feldzugs. Jean-Marie-Joseph Coutelle stieg kurz vor dem Fall Charlerois mit dem Gasballon 'Entreprenant' auf, um die belagerten österreichischen Truppen zu beobachten.

Am Tag der Schlacht wurde Jean-Marie-Joseph Coutelle von General Morlot begleitet um aus der Luft einen Blick auf das Schlachtfeld werfen zu können. Es ist fraglich, ob die Schlacht von Fleurus tatsächlich durch die "Luftaufklärung" beeinflusst wurde.

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© 2003-2009 www.napoleon-portal.de, Bonn ISSN 1864-9971

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