Der Absolutismus ist eine monarchische Regierungsform, die dem Regenten eine unumschränkte, also eine absolute, Macht gibt. Es gibt keine Gewaltenteilung, der Monarch kontrolliert die Exekutive, die Legislative und die Judikative. Anders als der Diktator, ist der absolutistische Monarch durch Erbschaft „legal“ an die Macht gekommen.
Diese Staatsform bildete sich im Europa des 17. Jahrhunderts. Seinen Höhepunkt erreichte er in Frankreich, namentlich bei dem „Sonnenkönig“ Ludwig XIV. Mit der Abschaffung des Premierministers übernahm er 1661 die Alleinherrschaft in Frankreich. Sein Ausspruch „L'état c'est moi“ (Der Staat bin ich) verdeutlicht das eigene Verständnis des Monarchen. Sein Symbol, die Sonne, bestätigt sein Weltbild, in dem er das Zentrum von allem einnimmt. So ist auch der französische Staat zentralistisch organisiert und völlig auf Paris ausgerichtet gewesen.
Der Absolutismus ist die Steigerung der autokratischen Monarchie, denn die unumschränkte Macht des Souveräns wird von diesem missbräuchlich angewandt.
Im Gegensatz zur konstitutionellen Monarchie ist der Souverän an keine Regierung oder andere gesetzgebende Gewalt gebunden.
Der französische Absolutismus war Vorbild für viele Königshäuser, er bildete aber auch Varianten wie den „aufgeklärten Absolutismus“ in Preußen. Viele Königshäuser versuchten den französischen Hof zu imitieren. Daher ist die französische Sprache im 18. Jahrhundert im europäischen Adel weit verbreitet.