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RD Glossary - Wohlfahrtsausschuss
Nach der Hinrichtung des Königs übernahm der Wohlfahrtsausschuss (Comité de salut public) die Regierung des revolutionären Frankreichs. Der Wohlfahrtsausschuss war praktisch eine Diktatur und begann den Kampf gegen die vermeintlichen Feinde der Revolution. Tatsächlich wuchs die Gewalt innerhalb des Landes immer weiter und mündete in der so genannten „Schreckensherrschaft“. Die führenden Jakobiner rechneten gnadenlos mit ihren Gegnern ab, ein Großteil der Girondisten wurde verhaftet und hingerichtet. Jean-Paul Marat, der Präsident des Jacobinerklubs, war einer der Urheber dieser Schreckensherrschaft und musste dafür mit seinem Leben bezahlen. Charlotte de Corday rächte den Tod an ihren girondistischen Verwandten und erstach Marat. Doch ihm folgte mit dem Rechtsanwalt Maximilien Robespierre ein noch größerer Verfechter der Schreckensherrschaft.
Gegen die Feinde aus dem eigenen Land wurden Terrorgesetze erlassen und Königin Marie-Antoinette wurde als erstes der Prozess gemacht und anschließen hingerichtet. Ihr folgten zahlreiche Adligen, aber auch Revolutionäre die sich gegen Robespierre oder die Jakobiner auflehnten.
Um der Bedrohung aus dem Ausland Herr zu werden, wurde die Revolutionsarmee ausgehoben. Die Revolutionsarmee, zwar technisch unterlegen und unzureichend ausgebildet, konnte einige Erfolge vorweisen und wurde von Paris aus stark beobachtet. Der populäre Danton verstand als einer der Ersten, dass der Kampf innerhalb und an den Grenzen des Landes eine zu große Belastung ist. Seine Ideen zur Vorstellung des inneren Friedens bezahlte er mit dem Leben.
Nach seiner Hinrichtung fühlte sich niemand mehr sicher. Jeder konnte nun zum Opfer der Schreckensherrschaft werden und so organisierten sich einige Mitglieder des Wohlfahrtsauschusses und klagten Robespierre selbst an. Er wurde am 27.7.1794 gestürzt und am folgenden Tag guillotiniert. Der Jakobiner-Club wurde beschlossen und der Wohlfahrtsauschuss durch das Direktorium ersetzt.
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